DAMEN 3
Von 12 bezaubernden Frauen und viel, viel Arbeit...
Was Ende letztes Jahr, im übertragenen Sinne, als Projekt „Versuchen wir die Neuen unterzubekommen“ anfing, ist in diesem Jahr mein persönliches Königsprojekt. Denn aus einer Truppe von anfänglich 8 Quereinsteigerinnen, die das damalige Damen-Training eroberten, hat sich nun eine Riesentruppe formiert. Es sind 14 – 16 zu Trainierende und davon 12 Mädels, die aktiv in die Runde starten. Das Alter der Mädels beläuft sich dabei auf 12 bis 19 Jahre. Zusammen mit meinem Co-Trainer Christian Reiß lassen wir die Mädels in der Kreisliga unter dem Namen SG Hainfeld/Haßloch III starten. Dabei wird das Hauptziel sein, ihnen in erster Linie das Spielen zu sechst auf dem Feld näher zu bringen. Dadurch, dass nun alle erst ca. ein halbes bis dreiviertel Jahr im Training sind, ist trotz allen Fortschritten noch einiges zu tun. Obwohl unser Ziel: „Spielen, Spaß haben, sehen was kommt“ noch sehr niedrig gesteckt ist, bin ich mir sicher, dass wir nächstes Jahr auch im oberen Drittel der Kreisliga mitspielen können, aber das ist natürlich schon sehr weit gedacht ;-) Jedoch muss ich sagen, dass ich mich tierisch auf die Runde freue, da ich so eine chaotisch-sympathische Truppe noch nicht hatte.
Für unsere dritte Damenmannschaft treten an: Beckmann, Julia - Frübis, Anna - Gronenberg, Jennifer - Haas, Nathalie - Heilemann, Anne - Heilemann, Lisa - Hengen, Kristina - Jansohn, Saskia - Kaack, Nadja - Müller, Mareike - Weber, Maike - Zierke, Lena
In diesem Sinne…Viele Grüße Rigo
Erster Spieltag
Am Samstag war es endlich soweit, und es sollte sich zeigen, was die Mädels so alles während dem letzten halben Jahr gelernt haben. Da ich keine der Mannschaften der Liga kenne, konnte ich die Gegner selbst nicht einschätzen. Deshalb wusste niemand so recht, was auf uns zukommen würde und ich selbst rechnete mit dem Schlimmsten. Aber nicht, dass Niederlagen für uns schlimm wären, vielmehr dachte ich, dass es die Mädels sehr demoralisieren könnte, wenn sie von den Gegnern überrannt werden würden. Aber es kommt meist anders als man denkt:
Damen III vs. SV Steinwenden IV 0:3
Ich vermutete, dass sich das erste Spiel interessant gestalten könnte, hatte ich die Steinwendener doch schon auf ihrem Vorbereitungsturnier gesehen und mit den Damen II geschlagen. Spielerisch und technisch konnten sie damals schon nicht überzeugen. Mut zusprechend versuchte ich die Mädels zu motivieren, denn man merkte ihnen doch stark ihre Nervosität an. So verliefen auch die 3 Sätze gegen Steinwenden. Durch wenig Bewegung in der Abwehr, komplett fehlende Absprache und eingeschüchtert durch die doch recht starken Aufschläge des Gegners gab man alle drei Sätze chancenlos ab (aufgrund des Wortes „chancenlos“, was absolut beschreibend für die Situation im Spiel war, erspare ich jedem, der das liest, die Satzergebnisse ).
Doch etwas enttäuscht von dem Ergebnis hoffte ich auf Besserung im zweiten Spiel:
Damen III vs. Hainfeld 3:1
Noch vor Rundenbeginn ganz überrascht, dass Hainfeld eine eigene Damenmannschaft in der Kreisliga starten lässt, haben wir doch im Damenbereich eine SG mit Hainfeld laufen, hoffte ich jetzt auf das Beste in diesem Spiel. Durch Smalltalk mit dem Trainer der Hainfelder erfuhr ich, dass seine Mannschaft auch ihre erste Saison bestreitet, und ich dachte: „Wenigstens kann es spannend werden.“ Das Spiel begann und damit kam ich auch in die überraschende Lage, dass ich es plötzlich mit einer wie komplett ausgewechselten Mannschaft zu tun hatte. Gute Aufschläge, Bewegung in der Abwehr und das Umsetzten von trainierten Situationen brachten schnell die Führung und wir konnten uns mit 2:0 Sätzen absetzen. Leider verlief der dritte Satz nicht mehr ganz so gut, und wir gaben ihn knapp ab. Aber die Mädels fingen sich in Satz 4 nochmal und somit durften sie ihren ersten Saisonsieg feiern. Im Großen und Ganzen bin ich mit der Leistung meiner 12 bezaubernden Frauen zufrieden, auch wenn der erste Spieltag gezeigt hat, dass die Mädels noch einen langen Weg vor sich haben. Aber man konnte sehen, dass die Mannschaft Potenzial hat und aufgrund des gesteckten Ziels „Wir wollen spielen lernen“ ist das gewonnene Spiel ein sehr schöner Bonus. Ich hoffe die Mädels haben Blut geleckt ;-)
Bedanken möchte ich mich noch bei den anwesenden Eltern, die die Mädels mit ihrem Anfeuern stark unterstützt haben.
Viele Grüße Rigo
Dritter Spieltag
Nachdem ich beim letzten Spieltag nicht dabei sein konnte, da ich mit den Herren 1 unterwegs war, fuhr ich am Samstag, den 17.11. mit den Mädels nach Weilerbach. Eigentlich dachte ich mir schon im Vorfeld, dass es sehr schwer werden würde. Aber was sich dann zeigte war vielmehr, dass die Mädels noch viel Zeit brauchen. Der erste Satz startete ganz gut, konnten wir doch zu Beginn des Spiels mithalten. Zur Mitte des Satzes begann dann die Konzentration zu bröckeln und wir gaben den Satz ab. Mit seinem bis dahin gezeigten Spiel waren die Weilerbacher nicht die Übergegner, die ich gedacht hatte anzutreffen, und ich wusste, wenn sich die Mädels zusammenraufen, könnte man sie zumindest ein wenig ärgern. Der zweite Satz startete auch recht gut, und es gelangen ein paar gute Spielzüge. So schafften wir es bis ins zweite Drittel des Satzes dabei zu bleiben. Erst im letzten Drittel zeigten die Weilerbacher ihre größere Erfahrung und spielten uns gekonnt aus. Leider kam dann der desaströse 3.Satz. Nix wollte mehr funktionieren, die Mädels waren wie ausgewechselt und ich konnte nicht reagieren, waren wir doch nur zu siebt angereist. Eine schlimme Vorstellung in diesem letzten Satz des Spiels, der mir aber wieder vor Augen führte, dass man Volleyball eben nicht einfach mal innerhalb eines dreiviertel Jahres lernen kann. Somit haben die Mädels eben immer noch einen langen Weg vor sich. Im Großen und Ganzen bin ich mit der Leistung, die sie gebracht haben, zufrieden, und sieht man vom dritten Satz ab, war es eine Grundlage, um weiter darauf aufzubauen.
In diesem Sinne, viele Grüße Rigo
Sonntag 25.11.2007 14:00 Uhr Grundschule
VBC - SV Steinwenden III 0:3
Die Damen von Trainer Rigobert Müller unterlagen 3:0. Mit Co-Trainer Christian Reiß als Betreuer zeigte die Mannschaft erst im 3. Satz, dass sie mithalten können, und war bis zum 20. Punkt immer dicht hinter dem Gegner. Mit mehr Souveränität schlossen die Steinwendener aber auch diesen Satz für sich ab.