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Immer für eine Überraschung gut! Ohne große Hoffnungen fuhren wir nach Langenlonsheim zu den Rheinland-Pfalz-Meisterschaften der weiblichen U-20, da wir zum einen nicht in voller Besetzung antreten konnten und darüber hinaus einige Spielerinnen auch noch gesundheitlich angeschlagen waren. Wir nahmen uns deshalb vor, uns keinen Druck zu machen und locker in jedes Spiel zu gehen. In der Vorrunde trafen wir auf den TV Bad Ems, Zweiter der Rheinland-Meister-schaften, und den TSVgg Stadecken-Elsheim, den Rheinhessenmeister. Im ersten Spiel ging es gegen den TV Bad Ems. Der erste Satz lief nicht wirklich rund und ging ziemlich deutlich an unseren Gegner. Stufen wir diesen Satz dahingehend ein, dass die Anfahrt aus den Knochen heraus musste, denn im zweiten Spielabschnitt stand ein ganz anderes Team auf dem Feld. Die Abwehrspielerinnen bewegten sich nun, der Block stand deutlich besser und unsere Angreiferinnen spielten wesentlich druckvollere Angriffe. Das Spiel musste nun im Tie-Break entschieden werden. Unsere Mädels nahmen den Schwung aus dem zweiten Satz mit in den Entscheidungssatz und konnten sich nach dem Zwischenstand von 8:8 erstmals mit zwei Punkten absetzen. Der TV Bad Ems konnte zwar nochmals ausgleichen, doch dann machten unsere Spielerinnen kurzen Prozess. Aufbauend auf einer guten Annahme wurden die Angreiferinnen zum Teil blockfrei gespielt und nutzen diese Chancen konsequent. Im zweiten Vorrundenspiel mussten wir gegen den TSVgg Stadecken-Elsheim ran. Stadecken war zuvor ebenfalls nach einem Tie-Break als Sieger gegen den TV Bad Ems vom Feld gegangen. Die Halbfinalteilnahme war uns somit sicher. Diese Gewissheit schien unsere Spielerinnen zu lähmen. Keine brachte eine Normalleistung, die durchaus für einen Sieg ausgereicht hätte. So wurde dieses Spiel sang- und klanglos in zwei Sätzen abgegeben. Im Halbfinale stand uns dann der Topfavorit dieses Turniers, der VC Neuwied, gegenüber. Doch wollte ich meinen Augen nicht trauen. Unsere Mädels lieferten sich einen offenen Schlagabtausch mit dem VC. Sehr, sehr lange konnte dieser Satz ausgeglichen gestaltet werden. Auch wenn auf der Gegenseite die besseren Angreiferinnen auf dem Feld standen und mit Hammerangriffen zum Erfolg kamen, unsere Spielerinnen hielten dagegen und zwangen den großen Favoriten dadurch auch zu Fehlern. Erst gegen Ende des Satzes brachten zwei wirklich gut herausgespielte Angriffe dem VC Neuwied den Erfolg. Im zweiten Spielabschnitt zunächst das gleiche Bild. Doch eine Aufschlagserie des VC Neuwied, die fünf Punkte in Folge einbrachte, brach unserem Team das Genick. Danach ging leider nicht mehr viel. Unsere Mädels mühten sich redlich, konnten den VC Neuwied aber nicht mehr in Verlegenheit bringen. Im Spiel um den dritten Platz stand uns erneut der TSVgg Stadecken-Elsheim gegenüber. Unsere Spielerinnen wollten die Niederlage aus der Vorrunde vergessen machen. Entsprechend traten sie auch auf. Zwar wurde im ersten Satz eine Fünf-Punkte-Führung verspielt, doch unsere Mannschaft bewies den längeren Atem und konnte den Satz in der Verlängerung gewinnen. Im zweiten Satz zogen sie dem Gegner ganz schnell den Zahn und setzten sich mit sieben Punkten ab. Der Vorsprung wurde kontinuierlich ausgebaut und unsere Mannschaft konnte den zweiten Satz deutlich für sich entscheiden. Mit dem dritten Platz bei der Rheinland-Pfalz-Meisterschaft gelang unserem Team ein Erfolg, von dem ich vorher überhaupt nicht zu träumen wagte. Respekt Mädels, habt Ihr richtig gut gemacht. Für die SG waren erfolgreich: Elli Diamantopoulou, Sofie Eckle, Katharina Feil, Isabelle Harder, Johanna Milleck, Lena Plitzko, Maya Podgorsek, Johanna Sprinzl, Julia Tildmann. Gruß Hans
Pfalzmeisterschaft U20 weiblich Zum Tag der Deutschen Einheit durften wir ganz früh am Morgen nach Ramstein fahren, um dort um die Pfalzkrone zu spielen. Gemeldet hatten vier Mannschaften, und zwar als Ausrichter die SG Waldfischbach/Steinwenden, der VBC Kaiserslautern, der ASV Landau und die SG Mutterstadt/Haßloch. In Ramstein angekommen, wunderten wir uns darüber, dass nur ein Spielfeld gerichtet war. Der Grund hierfür lag darin, dass dem VBC Kaiserslautern lediglich drei Spielerinnen zur Verfügung standen und er somit nicht antreten konnte. So war unserer jungen Mannschaft schon ein Treppchen-Platz sicher. Bei der Auslosung hatten wir etwas Pech, denn wir mussten gleich im ersten Spiel gegen den Favoriten, die SG Waldfischbach/Steinwenden, ran. Es entwickelte sich zwar ein flottes und ansehliches Spiel, aber es war nicht zu übersehen, dass unser Team nicht eingespielt war. Viele Abstimmungsfehler führten zu leichten Punkten für unseren Gegner. Auch ließ die Blockarbeit in einigen Phasen des Spiels zu wünschen übrig, was die Feldabwehr nicht vereinfachte. Trotz dieser Mankos wurden schöne Angriffszüge vorgetragen, aber leider ohne den für einen Punktgewinn erforderlichen Druck. So ging denn das Spiel in zwei klaren Sätzen (25:13, 25:13) an die SG Waldfischbach/Steinwenden. Im zweiten Spiel des Tages durfte sich der ASV Landau gegen die SG Waldfischbach/Steinwenden beweisen. Die Mädels aus Landau verloren zwar ebenso deutlich (25:15, 25:13), zogen sich aber trotzdem achtbar aus der Affäre. Im dritten Spiel ging es somit um die Vizemeisterschaft und die hieraus resultierende Startberechtigung zur Rheinland-Pfalz-Meisterschaft. Es wurde eine ganz klare Kiste für unser Team, da beim ASV Landau nichts mehr zusammenging. Mit jeweils 25:03 gingen beide Sätze an die SG Mutterstadt/Haßloch. Die Vizepfalzmeisterschaft errangen: Elena Diamantopoulou, Sofie Eckle, Katharina Feil, Kia Gillich, Isabelle Harder, Johanna Milleck, Lena Plitzko, Maya Podgorsek, Julia Tildmann. Die Rheinland-Pfalz-Meisterschaft findet am 05.12.2010 in Rheinhessen statt. Gruß Hans |